Person-zentrierte Spieltherapie

Datum - Zeit:
25/10/2019 - 26/10/2019 - 07:00 - 15:30 Uhr

BeschreibungInhaltDozentInnenTerminKosten

Die Person – zentrierte Spieltherapie zählt zum unverzichtbaren methodischen Handwerkszeug der Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie. Sie ist eine eindrucksvolle und sehr wirksame Methode psychotherapeutischer Hilfe für Kinder und Jugendliche

  • in seelischen Konfliktlagen
  • mit Entwicklungs- und Verhaltensstörungen
  • mit Störungen und Erkrankungen mit psychosomatischem Hintergrund
  • mit körperlichen und geistigen HandicapsHandicaps
  • und gelegentlich auch für deren Eltern und Bezugspersonen.

Im Spielzimmer steht die Person des Kindes im Mittelpunkt. Dabei geht es darum, die positiven Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes im therapeutischen Spielen und Mitspielen zu unterstützen und die seelischen Blockierungen und traumatische Erfahrungen des Kindes im Spiel aufzulösen. Allgemeine Ziele sind: Selbstwirksamkeit erlebbar zu machen und das Selbstwertgefühl zu stärken und neue Interaktions- und Beziehungserfahrungen im Spiel mit der therapeutischen Fachkraft zu sammeln.

In der „Als-ob-Realität“ des Phantasie- und Rollenspiels können Wünsche in Erfüllung gehen und elementare Bedürfnisse befriedigt werden, so das Selbstvertrauen, Zuversicht und Kohärenz (wieder) erlebt werden. Das Kind kann sich so im Medium des Spiels eine bessere Anpassung an seine Umwelt (Familie, Schule, Heim) erarbeiten. Dazu dient auch die begleitende Arbeit mit den Eltern und Bezugspersonen. Im Spiel, aber auch in den Bildern und Figuren, die das Kind im kreativ-gestalterischen Bereich hervorbringt, zeigt es der erwachsenen Fachkraft seine Ängste, Kämpfe und Störungen ebenso an, wie seine Wünsche, Bedürfnisse, Talente und Entwicklungsmöglichkeiten.

Zugleich ist das Spiel und das Spielzimmer auch das Medium, in dem Kinder direkt neue und andere Verhaltensweise mit der/dem Therapeuten*in lernen und ausprobieren können. Dies erfolgt vorwiegend im Medium des Phantasie- und Rollenspiels; aber auch kurze Gespräche und Erklärungen finden im Spielzimmer ihren Platz.
In der Gruppentherapie kommen in dieser Arbeit auch Elemente aus der Theaterpädagogik und dem Psychodrama (therapeutische Arbeit mit Märchen) hinzu.
Die OAP Fortbildungsveranstaltung gibt einen vertiefenden Einblick in die Grundprinzipien der Kinderspieltherapie und zeigt Handlungsanleitungen zur therapeutischen Arbeit im Spielzimmer auf. Bei Bedarf kann eine vertiefende Weiterbildung in Kooperation mit der akt-GmbH in vier Seminarveranstaltungen nach folgendem Curriculum angeboten werden:

Seminarlinhalte:

  1. Das therapeutische Spiel: Person-zentriert spielen und mitspielen
    • Das Spiel als “Sprache” des Kindes
    • Die non-direktive Spieltherapie (V. Axline)
    • Die Theorie und Praxis der Person-zentrierten Spieltherapie heute
    • Mitspielen, Resonanz geben, Grenzen setzten, Anerkennung ausdrücken
  2. Handpuppenspiel und Teile-Arbeit:
    • Strukturierte Interventionen mit Jugendlichen
    • Das Ressourceninterview
    • Innere Konflikte mit Handpuppen externalisieren und bearbeiten
    • Handpuppen in der biographischen und familiären Aufstellungsarbeit
  3. Die Kreativität der Kinder nutzen: Phantasie- und Märchenarbeit
    • Arbeit mit besonderen Aufmerksamkeitszuständen
    • Flow-Erleben, Phantasiereisen und Entspannungsanweisungen
    • Märchenspiel und das person-zentrierte Spiel mit Märchen
    • Spieltherapie als Gruppentherapie
  4. Die systemische Perspektive
    • Die Eltern für die Mitarbeit gewinnen (Filialtherapie – Elterncoaching)
    • Genogrammarbeit/li>
    • Familienkonstellationen einbeziehen und nutzen
    • Video-Mitschnitte in der Elternarbeit nutzen

Dozent:
Prof. Dr. Norbert Groddeck (www.person-zentriert.de)

Termin:
25. und 26.10.2019, je 9.00 – 17.30 Uhr

Kosten:
€ 220,-

Anmeldung


Diesen Termin eintragen: mit iCal oder webcal oder 0



#_LOCATIONMAP

Kommentare sind geschlossen.